Teilnahme am "Speed-Dating" der Husumer Nachrichten.

Am Donnerstag, dem 12.04.2018, veranstalteten die Husumer Nachrichten ein Speed-Dating mit allen Parteien des Husumer Stadtverordnetenkollegiums. Es waren alle sechs Parteien vertreten und mit jedem Vertreter oder jeder Vertreterin konnte sechs Minuten gesprochen werden. Der TSV hat allen zu den Themen Neubau des Vereins, Sporthallenauslastung, Sportplätze sowie Volkshochschule und Ganztagsschule Fragen gestellt. Die Statements aller Fraktionen sind hier nun einsehbar und wurden auch noch einmal bestätigt. Zusätzliche Erläuterungen im Nachgang wurden von den Parteien teilweise noch beigefügt.

Der TSV hat sich sehr gefreut in diesem Rahmen auch sportpolitisch sich beteiligen zu dürfen und ist stets daran interessiert, welchen Stellenwert der Sport in und um Husum in der Politik erhält. Gerade im Vorfeld der anstehenden Kommunalwahl sind die sportpolitischen Aussagen sicherlich für viele Wählerinnen und Wähler von Interesse.

Für die FDP (Janne Zierow): Herr Zierow ist eigentlich auf Kreisebene tätig, doch es wurde über die baulichen Ideen, das Schwimmbad und Kunstrasen für Husum gesprochen. Die Vorhaben und Ideen des Verein sind sehr lobenswert und werden unterstützt. Die finanzielle Lösung ist jedoch nicht die Einfachste. Die Beteiligung der Vereine an der Ganztagsschule wird nicht befürwortet. In Deutschland sollte die Trennung zwischen Schule und Verein beibehalten werden.
Erläuterung dazu: Herr Zierow begrüßt es grundsätzlich, dass der TSV Präsenz an den Schulen zeigt. Das zugrundeliegende Problem soll jedoch nach Möglichkeit behandelt werden (Abschaffung von G8, mehr Freizeit für die Schüler). Dann ist auch wieder die Trennung zwischen Schule und Staat möglich (als Gegenentwurf zum amerikanischen System). Der Verein hat aber darauf keinen Einfluss und daher ist das Engagement der Vereine sehr lobenswert!

Für die CDU (Martin Kindl): Unterstützt die Vorhaben des Vereins voll und ganz und siedelt den Sport sehr weit oben an. Aufgrund der aktuellen Vorhaben der Stadt (Hallenbad, Dockkoog, Kleikuhle) sind größere Ausgaben, wie z.B. ein Kunstrasenplatz erheblich schwierig umzusetzen, was die finanzielle Sicht angeht. Die Förderung des Sports und der Sportstätten steht aber definitiv außer Frage. Auch im Bereich von Trends und öffentliche Sporträume (z.B. Skatepark) findet man hier große Befürwortung.

Für die SPD (Horst Bauer): Die baulichen Vorhaben werden unterstützt und der Sport ist ohnehin ein förderungswürdiger Bereich. Das Thema Kunstrasenplatz muss in Husum angegangen werden, weil es andere Gemeinden vorgemacht haben und eine Umsetzung in der folgenden Legislaturperiode sollte machbar sein. Wenn Vereine etwas möchten, sollten sie deutlich auf die Politik zugehen mit handfestem Material und bestenfalls sogar in Gemeinschaft.
Erläuterung dazu: Die Bedeutung des Sports für die Gesundheit, für soziales Lernen und Handeln in Gemeinschaft, für Selbstbewusstsein und Identität, für Integration und Kultur spielen eine wichtige Rolle. Deshalb verdient der Sport, besonders der Vereinssport, die Unterstützung durch die Kommune. Es gibt kaum einen Bereich in unserer Gesellschaft, indem mit verhältnismäßig geringen öffentlichen Mitteln so viel für diese Gesellschaft geleistet wird, als durch den Sport. Die SPD unterstützt die vom TSV geplante Weiterentwicklung. Sie sieht große Chancen in Synergien mit einer Standortnähe zum geplanten Neubau eines Hallenbades. Die SPD sieht eine Notwendigkeit für einen, perspektivisch zwei Kunstrasenplätze in Husum. Sie wird sich weiterhin dafür einsetzen, dass sich die Stadt für die vorhandenen Sportanlagen und deren Weiterentwicklung einsetzt. Sie fordert die Vereine auf, ihre Anliegen in den städtischen Gremien, besonders im zuständigen Fachausschuss, vorzutragen. Die SPD Fraktion wünscht sich, dass die Vereine besser zusammenarbeiten und ihr teils deutlich wahrnehmbares „Kirchturmdenken“ aufgeben. Auch davon wird es abhängig sein, ob und wie eine Verbesserung der sportlichen Infrastruktur möglich ist. Die kommende Wahlperiode bietet die Chance hier deutliche Fortschritte zu erzielen.

Für den SSW (Peter Knöfler): Der SSW befürwortet den Sport in Husum uneingeschränkt. Kunstrasen ist definitiv wichtig und selbst zwei Plätze, die womöglich sowohl im Süden als auch im Norden verteilt werden könnten, müssen herbeigeführt werden. Eine Sportentwicklungsplanung muss für Husum durchgeführt werden um den Bedarf an Sportstätten zu ermitteln und um in Erfahrung zu bringen welche Sportflächen fehlen, umfunktioniert oder unnötig sind. Hier muss mit professioneller Hilfe eine solche Planung durchgeführt werden.
Erläuterung dazu: Herr Knöfler hält es für sehr wichtig das ein Sportstätten-Entwicklungskonzept für Husum erstellt wird. Dann hätten die Sportvereine auch etwas Konkretes in der Hand, und wären nicht so sehr auf die „gefühlten Mutmaßungen der Kommunalpolitik“ zum Thema Sportstätten angewiesen. Ein bzw. besser zwei Kunstrasenplätze wären sicher sinnvoll.

Für die WGH (Isabell Thomas): Die WGH ist gut informiert über die Pläne des TSV, sieht allerdings großen Nachholbedarf in der Konzeption. Lediglich die Aussage, dass mehr Raum benötigt wird, reicht nicht, um Mehrausgaben z.B. im Bereich eines neuen Hallenbades einzukalkulieren. Zudem sollte auch mehr mit anderen Anbietern, wie der Volkshochschule zusammengearbeitet werden, da diese evtl. über die benötigten Räume verfügt. Die Volkshochschule hätte den Sport schließlich auch in seinem Bildungsauftrag. Anmerkungen des TSV dazu: Die Volkshochschule hat den Bereich „Gesundheit“ in seinem Bildungsauftrag, nicht konkret Sport. Zudem wurde immer kommuniziert, dass die VHS keine Übungsleiter abwirbt und lediglich Angebote macht, sofern Personal mal verfügbar ist. Allerdings werden inzwischen TSV-Übungsleitungen direkt angesprochen. Die Bezahlung ist höher und gleichzeitig hat man schon in der Presse gelesen, dass die Stadt 35.000,- € zusätzlich an die VHS gegeben hat, damit keine roten Zahlen geschrieben werden. Wie passt das zusammen? Diese Mehrausgaben lagen nach Aussage der WGH fast ausschließlich an dem damaligen Umzug. Zur angeblichen Konkurrenzsituation von Seiten der VHS merkt die WGH noch an, dass wiederum der Sportverein schlussendlich auch eine Konkurrenz für die Fitness-Studios darstelle.

Für die Grünen (Ursula Vogt): Sport ist wichtig für die Gesundheit und die Gesellschaft. Das Ehrenamt schafft einen großen Wert und die Sportvereine haben daran einen großen Anteil. Ein gemeinsames Projekt mit dem neuen Schwimmbad in Husum wäre eine sicherlich gewinnbringende Kooperation.

Der TSV Husum bedankt sich sehr bei den Husumer Fraktionen zu deren Statements und für die Unterstützung des Sports in unserer Region. Der Sport ist ein Bildungsfaktor und erbringt einen nicht nur enormen emotionalen Wert für die Gesellschaft, sondern inzwischen ist der wirtschaftliche Wert auch eindeutig bewiesen worden. Was das Ehrenamt, welches im Vergleich aller vorhandenen Sportanbietern nur beim Sportverein zu finden ist, ohne jegliche Gewinnabsicht leistet, ist schon gewaltig. Hier engagieren sich Menschen für Menschen und das sollte auch auf jeden Fall unterstützt werden. Denn was Deutschland, Schleswig-Holstein, Nordfriesland und auch Husum ohne das Ehrenamt wäre, das möchte man sich nicht vorstellen. Sport hält gesund, macht glücklich und fördert die Geselligkeit. Da bleiben doch eigentlich gar keine Fragen offen und falls doch, dann steht unsere Geschäftsstelle sehr gerne bereit.

Sport in Husum? Nur mit dem TSV…

Suchen

Werde Mitglied

werde mitglied

Information

TSV Husum 1875 e.V.

Adolf-Brütt-Straße 2
25813 Husum

Tel: 04841-61444
Fax: 04841-871036

Servicezeiten
Mo.: 14:00 - 16:00 Uhr
Di.: 10:00 - 12:00 Uhr
Mi.: 17:00 - 19:00 Uhr
Do.: 10:00 - 12:00 Uhr

In den Herbstferien ist die Geschäftsstelle montags von 15:00-17:00 Uhr und donnerstags von 10:00-12:00 Uhr besetzt.

Termine 2018

Logos:

Besucher:

Heute 264

Gestern 646

Woche 910

Monat 8942

Insgesamt 351569

Sponsoren:

Nach oben