Jiu-Jitsu ist eine von den japanischen Samurai stammende Kampfkunst der waffenlosen Selbstverteidigung. Es kann unabhängig von Alter und Geschlecht trainiert werden. Jiu-Jitsu trainiert – neben der Stärkung des Charakters und des Selbstbewusstseins – verschiedene Möglichkeiten der Selbstverteidigung.

Das Genbukan Ninjutsu ist eine traditionelle japanische Kampfkunst, unter der 18 verschiedene japanische Kampfkunst- und Ninja-Schulen (Ryu Ha) vereint sind. Zu den Dingen, die erlernt werden können, zählen unter anderem Flucht-, Ausweich- und Befreiungstechniken (Rollen, Fallschule, Sabakis), Tai-Jutsu (unbewaffnete Verteidigung), Schlag- und Trittechniken, Techniken gegen mehrere Angreifer, Hebel und Würfe (inkl. Kontertechniken), unbewaffneter Kampf gegen bewaffnete Gegner, Selbstverteidigung und Waffentechniken.

Ansprechpartner:
Jiu-Jitsu: Rüdiger Baschwitz (0151-70839346)
Ninjutsu: Marleen-Luise Roppel (0170-3684501)

Trainingszeiten:

 DIÜbungsleiter/inOrt
Jiu-Jitsu (6-12 Jahre) Anfänger
(Okt.-März 16:00-18:00 Uhr)
16:00
17:30
Rüdiger Baschwitz, Greta Petersen, Niklas Korte, Gordon Jürgensen Bürgerschule (große Halle)
Jiu-Jitsu (6-12 Jahre) Fortgeschrittene
(Okt.-März 16:00-18:00 Uhr)
17:30
19:00
Rüdiger Baschwitz, Greta Petersen, Niklas Korte, Gordon Jürgensen Bürgerschule (kleine Halle)
Ninjutsu, ab 16 Jahren
20:00
22:00
Marleen Roppel Bürgerschule (kleine Halle)
 MIÜbungsleiter/inOrt
Jiu-Jitsu (6-12 Jahre) Anfänger/Fortgeschrittene
16:00
18:00
Rüdiger Baschwitz, Greta Petersen Theodor-Storm-Schule (große Halle)
Jiu-Jitsu (ab 12 Jahre & Erwachsene)
18:00
20:00
Rüdiger Baschwitz, Niklas Korte Theodor-Storm-Schule (kleine Halle)
Ninjutsu, ab 16 Jahren
18:00
20:00
Marleen Roppel Bürgerschule (große Halle)
 FRÜbungsleiter/inOrt
Jiu-Jitsu (ab 12 Jahre & Erwachsene)
18:00
20:00
Rüdiger Baschwitz Bürgerschule (kleine Halle)

Jiu-Jitsu (Kinder): Neuaufnahmen/Anfänger bitte mit vorheriger Anfrage.

 

Was ist Jiu-Jitsu ?
Jiu-Jitsu ist ein japanisches Selbstverteidigungssystem, das in früherer Zeit die üblichen Kampftechniken der Samurai ergänzte, wenn sie keine Waffe zur Hand hatten. Jiu-Jitsu heißt "nachgiebige Kriegskunst", bekannt auch unter dem Namen "Sanfte Kunst". "Jiu" bedeutet Nachgeben oder Ausweichen, "Jitsu" heißt Kunst oder Kunstgriff. Zusammenfassend besagt dieses, daß man die Kraft des Gegners nutzt, um diesen zu überwältigen.
Im Jiu-Jitsu Training werden Griffe und Techniken zur Selbstverteidigung wie Würfe, Hebel- und Transportgriffe geübt. Außerdem werden Schlagtechniken gegen vitale Punkte (Schwachstellen) des menschlichen Körpers gelehrt ("Atemi-Techniken").
Das moderne Jiu-Jitsu ist eine gute Möglichkeit der Selbstverteidigung und vermittelt neben Geduld und Einfühlungsvermögen beim Umgang mit dem Partner auch das erforderliche Selbstbewusstsein für den Ernstfall.


Geschichte und Realität:
Den Ursprung für die meisten Budo-Sportarten vermutet man in Verbindung mit der über 3000 Jahre alten indischen Massagekunst, in der schon über 100 schmerz- und lebensempfindliche Stellen am menschlichen Körper bekannt waren. Genaue Herkunft und historischer Ursprung des Jiu-Jitsu sind unbekannt. Verschiedene Thesen, die einander nicht ausschließen, werden dazu genannt.
Erwähnenswert ist dazu folgendes:
Jiu-Jitsu ist offenbar im Zuge des Kulturaustausches durch Mönche und Händler nach Japan gekommen. Belegt ist aber auch, dass die Samurai waffenlose Kampfsysteme kannten, mit denen sie sich verteidigen konnten, wenn sie vom Pferd gefallen oder entwaffnet worden waren. Da das Sumo schon lange in Japan bekannt war, ist davon auszugehen, dass die Ringtechniken der Krieger in Rüstungen, die Kumiuchi genannt wurden, schon gewisse Griffe beinhalteten, die später im Jiu-Jitsu auftauchten.
Schon im 12. Jahrhundert hat es eine japanische Schule für den Handkampf gegeben, die von Shinra Saburo gegründet wurde. Inwieweit hier bereits chinesische Techniken Einfluss nahmen, ist nicht nachvollziehbar. Der eigentliche Impuls ging vom Chinesen Chin-Gen-Pin aus, der 1659 nach Japan kam und dort drei Samurai in einer Art des chinesichen Boxens unterrichtete. Diese Samurai verbanden diese Techniken mit dem, was sie schon kannten und nannten es "Jiu-Jitsu", die nachgiebige Kriegstechnik.
Nachdem das Jiu-Jitsu einmal bekannt war, wurde es an vielen Schulen, die ihre speziellen Techniken jedoch geheimhielten, vermittelt. In Büchern und Schriftrollen waren die verschiedenen Techniken zwar beschrieben, diese Dokumente blieben aber innerhalb der Schulen und wurden immer nur dem jeweiligen Oberhaupt übergeben. Während der Tokugawa-Zeit gab es über 100 Schulen für Jiu-Jitsu. Aus diesem Umstand erklärt sich die Vielfalt des Jiu-Jitsu. In Japan selbst ist der Ausdruck Jiu-Jitsu weniger geläufig, als die unter diesem Sammelbegriff subsummierten traditionellen Schulen beziehungsweise Stilrichtungen wie Takeuchi, Tai Jitsu, Yoshin ryu, Shinyo ryu, Yawara, Aiki Jitsu der Daito ryu oder Hakko ryu. All diese Stile sind im Laufe des 20. Jahrhunderts vereinzelt nach Europa gekommen. Die meisten erreichten uns jedoch erst nach dem 2. Weltkrieg.
Jiu-Jitsu hat eine weltweite Verbreitung gefunden. Das Weltzentrum für Jiu-Jitsu, die Nippon Seibukan Academy in Kyoto, Japan, wurde 1968 durch die UNESCO als B-Mitglied international anerkannt. Japanisches Jiu-Jitsu, wie es heute noch in verschiedenen Stilformen überliefert wird, ist weit über seinen Selbstverteidigungswert hinaus ein Lebensstil von hoher Ethik, ökonomie und ästhetik. Wenngleich die Praxis einen sportlichen Aspekt hat, so ist Jiu-Jitsu nicht in erster Linie Sport.

Ninjutsu:
Die traditionelle Kleidung ist ein schwarzer Karate-Gi. Auch das Training wird so traditionell wie möglich gehalten. Dazu gehören das Be-/Abgrüßen beim Betre-ten/Verlassen der Halle sowie vor und nach dem Training mit kleiner Meditations-phase, um den Stress des Alltags hinter sich zu lassen und auf das Training konzentrieren zu können, und das Verbeugen vor dem Trainingspartner. Der TSV lädt ein, aus über 900 Jahren japanischer Kriegskunst, Kampfkunst und spirituellem Wissen zu profitieren. Auch Anfänger und Interessierte sowie Mitglieder anderer Budo-/Kampfsportorganisationen sind gerne gesehen und herzlich Willkommen.

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